DIRECTOR`S NOTE

Mich hat die Geschichte einer Frau, ich nenne sie Luma,
die ich in meiner Tätigkeit als freie Journalistin über das Internet kennen gelernt habe, zu diesem Drama inspiriert.
Dieser Film ist der Lesben-Film-Collection zuzuordnen.

In erster Linie ging es mir darum aufzuzeigen, wie das Zusammen-
leben in einer kleinen Gemeinde, das Leben eines einzelnen Menschen beeinflussen kann und wie prägend die dadurch entstehenden Erwartungen sein können. Besonders, wenn es um das „anders sein“ geht. Aus Furcht sich nicht angepasst zu verhalten und dadurch ausgegrenzt zu werden lässt Menschen unter Umständen ein Leben lang unglücklich sein.

Der Focus meiner Geschichte liegt auf Lumas Gefühlsleben.
Sie gerät nach einer Begegnung mit der selbstsicheren Christiane in
ein Gefühlschaos unerwarteten Ausmaßes.

Christiane ist verheiratet und bisexuell.

Luma spürte bereits in ihrer Jugend, dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlte. Aber, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, unterdrückte sie diese Gefühle. Bis zu ihrer Begegnung mit Christiane ist Luma ein angepasstes Mitglied der fünfhundert Seelengemeinde Albersdorf (Land Brandenburg).

Lumas hoch angesehene Familie, ihr Vater war der Filialleiter
der hiesigen Bank im nahe gelegenen Grafenburg, lebt seit Generationen in Albersdorf. Genau wie Lumas Mann Georg.
Georg hat den erfolgreichen Familienbetrieb, die Tischlerei,
seines Vaters übernommen.

Georg ist der einzige Mann, der Luma jemals etwas bedeutet hat.
Sie sind Freunde seit der Schulzeit. Und so heiratet sie ihn.
Der familiäre, gesellschaftliche und provinzielle Druck war hoch,
denn die Gemeinde erwartete dies von den Beiden. Schließlich verbrachten Luma und Georg viel Zeit miteinander.

Die Sprache des Filmes ist leise, in jeder Hinsicht. Auf großartige Spezialeffekte wird verzichtet. Im Gegenteil, wir zeigen innige Momente, z. B. Lumas Tagebucheintragungen.

Der Look ist erdig, die Töne leise, die Bilder fügen sich harmonisch aneinander.

Der Betrachter begleitet Luma durch ihr Gefühlschaos und erlebt ihre innere Zerrissenheit. Aber auch ihre Veränderung von einer schüchternen, unscheinbaren, angepassten Frau zu einer selbstsicheren Persönlichkeit, die sich gegen gesellschaftliche Konventionen entscheidet.

Im Focus auch immer Christiane, die Luma von Anfang an Avancen macht und umgarnt. Und schließlich eine alte Schulfreundin Britta,
die als treue Freundin zur Seite steht, wenn Luma nicht mehr weiß
wie es weiter gehen soll.

Letztendlich muss Luma sich entscheiden zwischen einem angepassten, behüteten Alltag oder dem Leben. 

 

  

PLATURA FILM (Ein Projekt von PLATURA e.V)  |  office@luma-der-film.de
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